[[ Kostenlos Lesening ]] Heisig malt Schmidt: Eine deutsche Geschichte über Kunst und PolitikAutor Kristina Volke – Z55z.co

Wenige Wochen nach Ende seiner Kanzlerschaft wurde Helmut Schmidtgebeten, einen Maler f r sein offizielles Portr t zu benennen Schmidt hatte die Galerie im Kanzleramtselbst gegr ndet Er entschied sich f r Bernhard Heisig, einen der bedeutendsten Maler aus der DDR, der von den Feuilletons der Bundesrepublik jedoch zumeist als Staatsk nstler angesehen wurde Schmidt lie sich davon nicht beirren, auch wenn der Vorgang im Kanzleramt f r erhebliche Unruhe sorgte Nach l ngeren, diplomatisch heiklen Vorbereitungen reiste erzwei Mal nach Leipzig, um dem Maler Modell zu sitzen Seine Besuche wurden von der Staatssicherheit in der Operation M tze aufw ndig berwacht Heisig malt Schmidt ist die Rekonstruktion einer h chst ungew hnlichen Geschichte aus dem geteilten Deutschland Sie erz hlt von zwei M nnern, deren Lebenswege nicht unterschiedlicher h tten verlaufen k nnen und die sie trotzdem zu Wesensverwandten machten Zugleich zeigt sie die Kraft der Kunst in politisch schwierigen Zeiten


4 thoughts on “Heisig malt Schmidt: Eine deutsche Geschichte über Kunst und Politik

  1. Conny Conny says:

    Sehr gute Recherche der damaligen Abl ufe Staisdokumente im Widerspruch zu Zeitzeugen Ja, was ist das Ganze eigentlich wert.Auch sehr gut herausgestellt, dass Schmidt keinesfalls auf die eitle Teilnahme in der Kanzlergalerie verzicheten wollte, aber, da er nicht mehr Kanzler war, einen preisg nstigen und doch angesehen K nstler in dem Fall ein Ostprodukt brauchte um den Auftrag f r das Portr t finanziert zu bekommen.Der Schrecken war nat rlich erstmal ganz gro , als er vor Ort der abstarkten Malweise begegnete und die Heisig Portr ts im Zombiestil sah Was dazu f hrte, dass sich der Prozess der Fertigstellung dahin zog in der Hoffnung, das Projekt kommt zum erliegen


  2. P. Schlohmann P. Schlohmann says:

    Ich h tte nie gedacht, dass ein Buch ber Kunst und Politik zur Zeit des Kalten Krieges so spannend sein k nnte, und dabei auf so leichtf ssige wie verst ndliche Weise geschrieben ist, dass es im Zusammenspiel mit dem einzigartigen Bildmaterial zu einem echten Lesevergn gen wird Gut, dass diese Lekt re ber einen der wichtigsten ostdeutschen Maler Bernhard Heisig und einen der pr gendsten westdeutschen Kanzler Helmut Schmidt erschienen ist Einziger Wermutstropfen nach 200 Seiten endet diese fesselnde Zeitreise.Beim n chsten Tag der offenen T r gehe ich ins Kanzleramt und schaue mir jenes Portr t im Original an, das Heisig von Schmidt 1986 gemalt hat darauf freue ich mich schon.


  3. Tofte Tofte says:

    Voller Interesse habe ich das Buch geade zuende gelesen Ein packendes Thema dem sich die Autorin in sehr angemessener, sachlich beschreibender Blickweise n hert um es in seiner ganzen Ambivalenz dem Leser zu verdeutlichen Eine wirkliche Bereicherung in einer Zeit in der immer noch oder auch wieder die Werturteile und ffentlichen Verurteilungen allzu leichtfertig gef llt werden.


  4. Julia Stadtpiratin Julia Stadtpiratin says:

    Eine spannende und reich bebilderte Lekt re, die ich gar nicht mehr aus der Hand legen wollte Helmut Schmidt entscheidet sich 1982 dazu sein offizielles Kanzlerportr t vom ber hmten DDR K nstler Bernhard Heisig malen zu lassen Eine Geschichte ber das Verh ltnis von Kunst und Politik im geteilten Deutschland, die nicht nur f rs Fachpublikum absolut lesenswert ist.